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COVID-19

VERHALTENSTIPPS

Im Frühjahr findet das Leben wieder vermehrt draussen statt. Das ist gut, denn das macht es dem Virus schwerer, sich zu verbreiten.
Um Ansteckungen in Innenräumen möglichst tief zu halten, sollten wir uns aber alle weiterhin an die Hygieneregeln halten. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene.

DIE HYGIENEREGELN SIND:

ALLTAG MIT MASKE

Masken sind eines der wirkungsvollsten Mittel, die wir zur Bekämpfung der Pandemie haben.
Gute Masken reduzieren die Gefahr einer Ansteckung zuverlässig. Und selbst wenn es zu einer Ansteckung kommt, dann mit bedeutend niedrigerer Viruslast, was für die Schwere des Verlaufes entscheidend ist.

LUFTQUALITÄT

Im Kampf gegen das Virus ist die richtige Belüftung der Innenräume das Ass im Ärmel.
Lüfte regelmässig, nutze zur Überprüfung der Raumluftqualität CO2-Sensoren und setze insbesondere in Räumen mit vielen Personen und bei zu hohen CO2-Werten (Schulzimmer, Büroräume etc.) zusätzlich Luftfilter ein.

ABSTAND

Achte insbesondere in Innenräumen wo auch immer möglich darauf, mindestens 1.5m Abstand zu anderen Personen zu halten.

HYGIENE DER HÄNDE

#COVIDisAirborne

Das Virus überträgt sich über die Luft. Dennoch ist es gut, auch auf eine gute Hygiene der Hände zu achten.
Wasche dir die Hände regelmässig mit Seife oder benutze, wo nicht möglich, Desinfektionsmittel.

ZUSÄTZLICH GILT FÜR DEN FRÜHLING / SOMMER 2022:

1.

SYMPTOME? DAHEIM BLEIBEN!

Bei Symptomen* solltest du zu Hause bleiben und Kontakte meiden – auch wenn dein Schnelltest negativ ist.
Lass dich testen, auch wenn du geimpft oder genesen bist. Suche bei schweren Symptomen deinen Hausarzt / deine Hausärztin oder ausserhalb der Praxisöffnungszeiten den örtlichen Notfalldienst auf.
Es ist gut, wenn du Temperatur, Puls, Blutdruck, Atemfrequenz und Sauerstoffgehalt im Blut im Blick behältst.

* Unter anderem: Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, allgemeine Schwäche.

Achtung: Auch wenn man nur sehr leichte Symptome hat kann man dennoch infiziert sein und andere anstecken!

2.

TEST POSITIV? WEITERSAGEN!

Wenn du dich testest und dein Testergebnis positiv ausfällt, gib deinem privaten und beruflichen Umfeld sofort Bescheid. Benachrichtige jede Person, die du bis zu 2 Tagen vor Symptombeginn oder positivem Test getroffen hast und meide alle Kontakte.

Ruhe dich während der Infektion aus, schau auf eine gute Ernährung, verzichte für die nächsten paar Wochen auf Sport und meide auch sonstige körperliche Anstrengungen.

Achtung: Gehörst du zu einer Risikogruppe für einen schweren Verlauf, bespreche mit deinem Arzt / deiner Ärztin die Möglichkeit einer frühzeitigen Therapie.

3.

KONTAKT ZU RISIKOGRUPPEN? NUR GEIMPFT / GENESEN, MIT NEGATIVEM TESTERGEBNIS UND OHNE SYMPTOME!

Wenn du Symptome hast, solltest du besonders auf den Kontakt mit Personen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf (z.B. ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen) verzichten.

Personen mit hohem Risiko sollten unbedingt selbst vollständig geimpft sein und nur Kontakt zu symptomfreien Geimpften oder Genesenen mit negativem, tagesaktuellem Testergebnis haben.

4.

DRINNEN UNTER VIELEN? MASKE TRAGEN!

In den meisten Bereichen des öffentlichen Lebens gilt die Maskenpflicht nicht mehr.
Es ist aber wichtig, dass du weiterhin die Maske trägst und auch den Abstand wo immer möglich einhältst, damit deine Mitmenschen und du vor einer Ansteckung geschützt seid.

Dies ist besonders wichtig in Innenräumen unter vielen Menschen, z.B. bei einem Besuch im Kino

5.

TREFFEN? NACH DRAUSSEN VERLEGEN!

Das Risiko, sich mit Sars-Cov-2 anzustecken, ist in Innenräumen besonders hoch. Erst recht, wenn keine Masken getragen werden, nicht ausreichend gelüftet wird, viele Personen zusammentreffen und die Inzidenzen hoch sind.

Es ist daher besser, Treffen nach draussen zu verlegen.

6.

NOCH NICHT GEIMPFT? JETZT NACHHOLEN!

Eine Impfung ist der beste Schutz vor schwerer Erkrankung. Und deswegen sehr wichtig.
Wenn du bereits geimpft oder genesen bist, lässt du dir am besten entsprechend der EKIF-Empfehlung eine Auffrischimpfung geben.

In welchem Umfang eine vollständige Impfung auch einen Schutz vor gesundheitlichen Langzeitfolgen (Long COVID / Post-COVID) bietet, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings unklar.
Deswegen ist es wichtig, dass du dich auch nach erfolgter Impfung weiterhin mit den anderen Tipps schützt.

Achtung: Neu wird der zweite Booster allen Menschen über 80 Jahren und weiterhin allen schwer immungeschwächten Personen empfohlen.
Aber auch wenn du über 65 Jahre alt bist oder an Vorerkrankungen leidest, solltest du dich über die Möglichkeit einer jetzigen zweiten Auffrischimpfung informieren.

UPDATE ZUR ZWEITEN AUFFRISCHIMPFUNG

Anlässlich des Point de Presse vom 5. Juli 2022 haben das BAG und die EKIF eine neue Empfehlung für die zweite Auffrischungsimpfung kommuniziert.

Neu wird der zweite Booster allen Menschen über 80 Jahren und weiterhin allen schwer immungeschwächten Personen empfohlen.

Nach aktuellem Stand wird die Empfehlung für die zweite Auffrischungsimpfung im Herbst auf alle Personen über 16 Jahre ausgeweitet werden, soll sich aber in erster Linie an besonders gefährdete Personen richten.

Als besonders gefährdet im Sinne der Empfehlung gelten Personen über 65 Jahre und Personen mit einem höheren individuellen Gesundheitsrisiko (bestimmte Vorerkrankungen oder Schwangerschaft).

 

Wer sich entgegen der offiziellen Impfempfehlung bereits vor dem Herbst zum vierten Mal impfen lassen will, muss laut BAG die Kosten dafür selber tragen.
Für Personengruppen, für welche die vierte Impfung hingegen bereits offiziell empfohlen wird, ist die zweite Auffrischung kostenlos.

Insbesondere wenn Sie älter als 65 Jahre sind oder Vorerkrankungen haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt das Verfahren und die Vor- und Nachteile einer sofortigen vierten Impfung besprechen.

7.

IST DEIN UMFELD GESCHÜTZT? SPRICH ÜBER DIE IMPFUNG UND UNTERSTÜTZE BEI IMPFTERMINEN!

Auch dein Umfeld soll vor schweren Erkrankungen geschützt sein:

Personen in deinem Umfeld kannst du an die Impfung oder Auffrischimpfung erinnern, bei der Buchung von Impfterminen unterstützen und zu Impfterminen begleiten.

Versuche mit Personen, die noch unentschlossen sind, verständnisvoll über die Impfung zu sprechen (z.B. über bestehende Ängste und Sorgen und den Nutzen der Impfung).

8.

FALLZAHLEN? WEITER IM BLICK BEHALTEN!

Die Kantone können strengere Massnahmen treffen, wenn die Fallzahlen auf eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems hindeuten.
Behalte auch deswegen das aktuelle Infektionsgeschehen in deiner Umgebung weiterhin im Blick und reduziere bei hohen Fallzahlen deine Kontakte.

Das geht z.B. durch Arbeiten im Home-Office anstatt im Grossraumbüro oder durch das Vermeiden großer Menschenansammlungen, z.B. in vollen Clubs oder Restaurants.

9.

CORONA-BLUES? BESCHÄFTIGE DICH!

Wenn du mit einer COVID-19-Infektion zu Hause bist und dich von anderen isolierst, solltest du auf deine psychische Gesundheit achten.

Wenn dein Gesundheitszustand es zulässt, kann es dir helfen, den Tag mit Aktivitäten zu strukturieren, z.B. ein Buch zu lesen, deinen Hobbies nachzugehen oder neue auszuprobieren und mit Freunden / Familie in Kontakt zu bleiben (z.B. per Videocall).

10.

VERDACHT AUF LONG COVID? SUCH HILFE!

Wenn die Symptome mehr als vier Wochen nach einer COVID-19-Erkrankung weiter anhalten oder neue Symptome auftreten, solltest du dich bei deinem Hausarzt / deiner Hausärtzin melden.
Die Symptome können gelindert werden!

Sei dir auch als Arbeitgeber oder Kollege darüber bewusst, dass COVID-19-Symptome auch nach der akuten Erkrankung anhalten können.

Achtung: Auch junge, gesunde Menschen mit mildem oder asymptomatischem Verlauf können unter gesundheitlichen Langzeitfolgen leiden!